In Deutschland steht die private Krankenversicherung nur bestimmten Personengruppen offen. Dazu zählen neben Selbstständigen und Freiberuflern auch Angestellte, deren Jahresbruttoverdienst über der sogenannten Beitragsbemessungsgrenze liegt.
Vor der Entscheidung für eine private Krankenversicherung sollte immer ein Vergleich durchgeführt werden, da sich die Konditionen der einzelnen Anbieter zum Teil erheblich voneinander unterscheiden.
Generell bietet die private Krankenversicherung eine Reihe von Vorteilen. Unabhängig vom gewählten Tarif ist das Leistungsspektrum meist deutlich umfangreicher als bei der gesetzlichen Krankenversicherung, die sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich oft nur noch eine Grundversorgung gewährleistet.
Alle privat versicherten Personen haben im ambulanten Bereich freie Arztwahl zwischen den niedergelassenen Ärzten. Nach einer medizinischen Behandlung erhält der Privatpatient von seinem Arzt eine Rechnung, die er erst einmal selbst bezahlen muss und anschließend an seine Versicherungsgesellschaft zur Erstattung weiterreichen kann. Das gleiche Verfahren wird auch bei Medikamenten praktiziert.
Je nach gewähltem Tarif werden bei Nichtinanspruchnahme von medizinischen Leistungen bzw. bei Nichteinreichen von Rechnungen bis zu 6 Monatsbeiträge rückerstattet.
Die Beitragshöhe zur privaten Krankenversicherung ist von einer Reihe unterschiedlicher Faktoren abhängig. Berücksichtigung finden dabei das Bruttoeinkommen des Versicherten, der gewählte Leistungsumfang, der Selbstbehalt sowie das Eintrittsalter und der Gesundheitszustand bei Versicherungsbeginn.
Vor allem durch die Wahl einer bestimmten Selbstbehaltsstufe kann der Versicherte die Höhe seines Beitrages aktiv mit beeinflussen. Dabei gilt der Grundsatz, dass der Beitrag umso niedriger ausfällt, je höher der gewählte Selbstbehalt ist. Die Vielzahl an Faktoren, die Einfluss auf die Höhe des Beitrages haben, ist auch ein Grund dafür, warum Rechner wie auf http://www.pkv-infos.net/pkv-rechner.php nur eine erste Hilfestellung beim Vergleich und der Auswahl geben können. Die endgültige Entscheidung für eine bestimmte Krankenversicherung sollte dann doch lieber zusammen mit einem Fachmann erfolgen.
Die private Krankenversicherung kommt auch für Kosten auf, die zum Teil vollständig aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen gestrichen wurden. Dazu zählen zum Beispiel Brillen, Brillengestelle und Kontaktlinsen. Eine volle Kostenerstattung gibt es in der Regel für medizinisch notwendige Heil- und Hilfsmittel. Auch Heilpraktikerbehandlungen sind meist mitversichert.
Im Krankenhaus hat der Privatpatient Anspruch auf eine Chefarztbehandlung sowie die wahlweise Unterbringung in einem Ein-, Zwei- oder Mehrbettzimmer. Fahrtkosten werden oft vollständig erstattet. Gesetzlich Versicherte müssen hier zu privaten Zusatzversicherungen greifen wie sie etwa auf http://www.pkv-infos.net/gkv-zusatzversicherungen.php vorgestellt werden.
Weitere Leistungen der privaten Krankenversicherung sind Krankentage- und Krankenhaustagegelder sowie umfangreiche Kostenerstattungen für Zahnbehandlungen und Zahnersatz. Dabei ist auch der Einsatz hochwertiger Materialien wie zum Beispiel Gold oder Keramik möglich.
Da die Versicherungsgesellschaften Altersrückstellungen bilden, können die Beiträge im Alter abgesenkt werden.
Grundsätzlich gilt der private Krankenversicherungsschutz auch weltweit für die Dauer von mindestens 2 Monaten.
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